Kurz gesagt: Reakquise heißt, Eigentümer erneut anzusprechen, die schon einmal Kontakt hatten, aber keinen Auftrag gegeben haben. Das ist meistens günstiger als jede neue Akquise, weil der Kontakt dich schon kennt. Das Problem ist nicht die Idee, sondern das Dranbleiben über Monate. Genau das kann dein CRM übernehmen.
Die Aufträge von morgen liegen schon in deinem CRM
Schau in dein System und zähl einmal:
- Eigentümer, die eine Bewertung bekommen haben, aber nicht beauftragt haben
- Alleinaufträge, die ausgelaufen sind, ohne dass verkauft wurde
- Eigentümer, die gesagt haben: „Vielleicht im Frühjahr.“
- Absagen, bei denen ein anderer Makler den Zuschlag bekam
Jeder dieser Kontakte hat schon einmal mit dir gesprochen. Viele Eigentümer verkaufen nicht sofort, sondern erst Monate später. Wer bis dahin präsent ist, hat die besten Karten. Mehr dazu in Leads für Immobilienmakler.
Warum Reakquise im Alltag liegen bleibt
Nicht, weil niemand sie für sinnvoll hält. Sondern weil sie nie dringend ist. Heute ist die Besichtigung dran, morgen der Notartermin. Der Eigentümer, der „im Frühjahr“ verkaufen wollte, fällt durchs Raster, bis er im Frühjahr mit einem anderen Makler verkauft.
Das ist kein Disziplinproblem, sondern ein Prozessproblem. Was nicht im System hinterlegt ist, passiert nicht.
Wie Reakquise im CRM aussieht
Ein Reakquise-Prozess hat drei Teile:
- Markieren: Jeder Eigentümer ohne Auftrag bekommt einen klaren Status und einen Grund, zum Beispiel „Bewertung, kein Auftrag“ oder „Auftrag ausgelaufen“.
- Kontakt halten: In festen Abständen bekommt er etwas, das ihm nützt: eine Marktinfo zu seiner Lage, ein Verkauf in der Nachbarschaft, eine Erinnerung an den Zeitpunkt, den er selbst genannt hat.
- Reagieren: Meldet er sich oder klickt er auf ein Angebot, bekommst du eine Aufgabe. Nur dann telefonierst du.
Das Prinzip ist dasselbe wie beim Nachfassen nach dem Exposé: Das System macht die Routine, du übernimmst, wenn ein Mensch gebraucht wird. Wie das in kleinen Schritten stabil läuft, steht in CRM automatisieren: Warum kleine Schritte besser laufen.
Was onOffice und Propstack dafür mitbringen
onOffice: Das Akquise-Cockpit öffnest du direkt aus der Zeile in der Immobilienliste, ohne das Objekt aufzumachen. Dort siehst du Objektdaten und Eigentümer, setzt den Akquisestatus (zum Beispiel Marktbeobachtung, In Akquise oder Vorbereitung) und die Vermittlungswahrscheinlichkeit. Per Schnellversand schickst du eine E-Mail-Vorlage, per Schnelleintrag hältst du ein Telefonat oder eine WhatsApp fest. Das Akquise-Cockpit ist laut onOffice in allen enterprise-Paketen enthalten. Abläufe, die über Monate selbst nachfassen, baust du mit dem Prozessmanager, der laut onOffice zu all-in gehört.
Propstack: Hier arbeitest du mit Deal-Pipelines. Pipelines und Deal-Phasen legst du unter Verwaltung > Einstellungen > Deal-Pipelines selbst an, also auch eine eigene Pipeline oder Phase für Eigentümer ohne Auftrag. Das Kontakthalten übernehmen Automatisierungen, die Textbausteine verschicken. Und über die E-Mail-Kategorie eines Textbausteins kann Propstack nach dem Senden die nächste Deal-Phase und eine Folge-Aktivität setzen. So bleibt der Stand aktuell, ohne dass du ihn pflegen musst.
Drei Fehler, die Reakquise kaputtmachen
- Zu oft, zu werblich. Wer jeden Monat „Jetzt verkaufen!“ schreibt, landet im Spam. Inhalt mit Nutzen schlägt Frequenz.
- Kein Grund hinterlegt. Wer nicht weiß, warum ein Eigentümer abgesprungen ist, schreibt ihm das Falsche.
- Kein Ende. Auch Reakquise braucht eine Regel, wann ein Kontakt rausfällt, zum Beispiel wenn er verkauft hat.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Akquise und Reakquise?
Akquise gewinnt neue Eigentümer. Reakquise spricht Eigentümer erneut an, die schon Kontakt mit dir hatten, aber keinen Auftrag gegeben haben.
Wo finde ich das Akquise-Cockpit in onOffice?
Als Schaltfläche in der Zeile des Objekts in der Immobilienliste. Es ist kein eigener Menüpunkt.
Wie oft sollte ich abgesprungene Eigentümer anschreiben?
So oft, wie du etwas Nützliches zu sagen hast. Feste Abstände von einigen Wochen bis Monaten sind meist besser als spontane Wellen.
Brauche ich für Reakquise ein Zusatztool?
In der Regel nicht. onOffice und Propstack bringen Status, Vorlagen und Automatisierung mit. Entscheidend ist der Ablauf, nicht das Tool.
Dein CRM vergisst niemanden, wenn du es lässt
Reakquise ist einer der Abläufe, die sich schnell bezahlt machen, weil die Kontakte schon da sind. Wie ich solche Prozesse einrichte, steht auf meiner Seite zur onOffice-Beratung und zur Propstack-Beratung.
Im kostenlosen CRM-Check schauen wir 30 Minuten gemeinsam in dein System und zählen, wie viele Eigentümer dort gerade warten.
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